Teilgelenkersatz (Schlittenprothese) - Schonende Knie-OP bei Arthrose
Wenn der Verschleiß im Kniegelenk nur einen Teilbereich betrifft, kann ein Teilgelenkersatz – auch Schlittenprothese genannt – eine gelenkerhaltende und weniger belastende Alternative zur Totalendoprothese sein. Ziel ist es, den geschädigten Knorpel im inneren (medialen) oder äußeren (lateralen) Kniebereich zu ersetzen, während gesunde Strukturen wie Kreuzbänder und Gelenkanteile erhalten bleiben.
Diese minimalinvasive Technik ermöglicht eine schnellere Genesung, geringeren Blutverlust und eine natürlichere Kniebeweglichkeit im Vergleich zum vollständigen Gelenkersatz.
Wann ist eine Schlittenprothese sinnvoll?
Eine Schlittenprothese kommt vor allem bei einseitiger Kniearthrose zum Einsatz, wenn:
- Nur ein Kompartiment (innen oder außen) verschlissen ist
- Bänder, insbesondere das vordere Kreuzband, intakt sind
- Eine gute Beweglichkeit ohne starke Achsabweichung vorliegt
- Andere konservative Maßnahmen keine ausreichende Wirkung zeigen
Diagnostik vor der Operation
Der Ablauf der OP
Die Implantation einer Schlittenprothese erfolgt in der Regel minimalinvasiv unter Teil- oder Vollnarkose. Der Zugang erfolgt über einen kleinen Hautschnitt am Knie. Nur das betroffene Gelenkteil wird ersetzt, die restlichen Gelenkflächen und Bänder bleiben unangetastet. Die moderne Prothesentechnik sorgt für eine hohe Passgenauigkeit und Haltbarkeit.
Die Operation dauert etwa 60 bis 90 Minuten und wird stationär mit kurzem Aufenthalt durchgeführt.
Nachbehandlung und Reha
Nach dem Eingriff beginnt bereits am selben oder nächsten Tag die Mobilisation mit Physiotherapie. Eine Teilbelastung ist in der Regel sofort möglich, oft auch mit Gehstützen. Der stationäre Aufenthalt dauert meist nur wenige Tage, die Nachbehandlung umfasst gezielte Übungen zur Wiederherstellung der Beweglichkeit, Kraft und Koordination.
Das Ziel: eine nahezu natürliche Kniebewegung, weniger Schmerzen und eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Dr. Michael Breul ist zertifizierter Kniechirurg der Deutschen Kniegesellschaft (DKG). Diese Auszeichnung steht für höchste Expertise und Qualität in der operativen und konservativen Behandlung von Kniegelenkerkrankungen.
- Spezialist für Knieprothetik und arthroskopische Eingriffe
- Langjährige Erfahrung und modernste OP-Techniken
Ihre Orthopädie mit OP-Zentrum nahe Oldenburg